Geisteswissenschaft und die geistigen Ziele unserer Zeit

Achtzehn Vorträge in versch. Städten 1910-1914

Autor
R. Steiner / A. Leubin / R. Steiner Nachlassverwaltung

Hersteller
Rudolf Steiner Verlag

EAN
9783727406959


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Mit diesem Band findet die thematisch gegliederte Reihe der außerhalb Berlins gehaltenen öffentlichen Vorträge aus den Jahren 1910 bis 1914, herausgegeben in den fünf Bänden GA 69a-e, ihren Abschluss. In diesem letzten Band sind die Vorträge, die das Verhältnis der Geisteswissenschaft zur Naturwissenschaft bzw. zur modernen Weltanschauung themati- sieren, versammelt. Rudolf Steiner betrachtet darin insbesondere die inneren Widerstände sowie die Einwände, die gegen die Theosophie gemacht werden können, und verweist auf Perspektiven, die sich für das Leben ergeben. Darin spiegelt sich die zunehmende Ablösung von der theosophischen Gesellschaft, die dann anfangs 1913 zur Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft führte, die zum Gefäß einer im zeitgenössischen Leben stehenden Geis teswissenschaft wurde. Der Band ergänzt thematisch die in den Bänden GA 60 - 63 enthaltenen Berliner Vorträge und in gewisser Weise auch den Band GA 69a «Wahrheiten und Irrtümer der Geisteswissenschaft».

Leseprobe

"Es ist richtiger Vortrag innerhalb der Theosophie oder Geisteswissenschaft nicht möglich, wenn die Seele nicht durchdrungen ist von einer gewissen Toleranz gegenüber einem jeglichen Weltanschauungssystem, einer inneren Toleranz, die einer jeden Art von Weltanschauung ein hingebungsvolles Verständnis entgegenbringen kann. Denn die eigentliche Gedankenrichtung, die innerhalb der Geisteswissenschaft in Betracht kommt, hat nur einen Sinn, wenn sie entfernt gehalten wird von alledem, was man Fanatismus und Sektiererei nennen kann."

Erscheinungsdatum: 11.10.2017 
Auflage: 1
Seiten: 560 
Einbandart: Leinen
Format: H 21 cm / B 13,5 cm / -
ISBN: 9783727406959
Rudolf Steiner wurde am 27. Februar 1861 in Kraljevec (Königreich Ungarn, heute Kroatien), geboren. Er studierte an der Technischen Hochschule Wien und promovierte an der Universität Rostock mit einer erkenntnistheoretischen Arbeit, die mit dem Satz endet: «Das wichtigste Problem alles menschlichen Denkens ist das: den Menschen als auf sich selbst gegründete, freie Persönlichkeit zu begreifen.» Diese Überzeugung leitete ihn auch in seiner Tätigkeit als Goethe-Herausgeber in Weimar, als Schriftsteller, als Redakteur und Vortragsredner in Berlin, später in Dornach und an vielen anderen Orten Europas. Seine durch Bewusstseinsforschung erweiterte Sichtweise, die er «Anthroposophie» (Weisheit vom Menschen) nannte, ermöglichte es ihm, auf zahlreichen Lebensgebieten praktische und tiefreichende Impulse zu geben, stets mit dem Ziel einer spirituellen Erneuerung der Zivilisation. Nach der Trennung von der Theosophischen Gesellschaft, deren Deutscher Sektion er zunächst als Generalsekretär vorstand, wirkte bei der Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft mit. Im Goetheanum in Dornach bei Basel bekam die Gesellschaft ihr Zentrum «Freie Hochschule für Geisteswissenschaft». Als der Doppelkuppelbau aus Holz durch Brandstiftung zerstört wurde, stellte sich Rudolf Steiner an die Spitze der neu begründeten Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft. Rudolf Steiner starb am 30. März 1925. Sein Werk umfasst neben zahlreichen geschriebenen Büchern Nachschriften von rund 6000 Vorträgen und ist in der «Rudolf Steiner Gesamtausgabe» zum großen Teil ediert.
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