George Saint-Bonnet

Meister der Freude Ein französischer Eingeweihter im 20 Jahrhundert

Eine recht ungewöhnliche und erstaunliche Schilderung, in der Jacques Lusseyran von seiner Begegnung mit Georges Saint-Bonnet berichtet. Es erschien uns wichtig, dieses seit langem nicht mehr verfügbare Buch über eine außergewöhnliche Persönlichkeit neu aufzulegen, die Jacques Lusseyran entscheidend beeinflusst und ihn insbesondere dazu angeregt hat, sein Buch "Das wiedergefundene Licht" zu verfassen.

Autor
Jacques Lusseyran

Hersteller
Triskel Verlag

EAN
9783905893502


23,00

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Jacques Lusseyran erzählt:

« Georges Saint-Bonnet war kein außergewöhnlicher Mensch, keine mächtige Persönlichkeit. Oder vielmehr, „das“ war er natürlich auch und sogar in einem Maße, das solche Worte klein und linkisch wirken ließ, sobald man sie auf ihn anwandte. Dass er kein Mensch wie alle übrigen war, zählte indes nur wenig. Tatsächlich war er etwas ganz anderes: ein Eingeweihter.   (…)

In meinem intimsten Innern hatte ich Rudolf Steiner als Meister anerkannt. Ich war jedoch zu schwach, oder aber zu anspruchsvoll (darüber müssen andere entscheiden), um mich mit dieser indirekten Präsenz begnügen zu können. Die Stunde eines lebenden Meisters war gekommen.
Würde Georges Saint-Bonnet dieser Meister sein? Seit meinen ersten Begegnungen mit ihm stellte ich mir unaufhörlich diese Frage. Ja, er würde es sein, wenn er ein Meister war, wenn sich meine erste Eingebung bestätigte. Und eben das konnte ich noch nicht voraussehen. Und er würde es sein, sofern seine Lehre derjenigen Rudolf Steiners nicht widersprechen würde. 

Daher die Erschütterung, der schwierige Schock, als diese intime Nachricht meinen Geist traf: Georges Saint-Bonnet ist ein Eingeweihter.  (…)
Die ersten fünfundvierzig Jahre seines Lebens gehörten dem Abenteuer der Welt.  Mit sechzehn Jahren verliert er seinen Vater und wird gegen Ende des Ersten Weltkriegs als Freiwilliger angeworben. Sehr schwer verletzt, verliert er teilweise – aber endgültig – den Gebrauch eines seiner Handgelenke. Dieser Unfall zerstört eine vielversprechende Musikerkarriere als Geiger.

Bis 1947 ist Saint-Bonnet ein sehr talentierter und vor allem vielseitig talentierter Mensch, aber er ist kein „Meister“. Er ist ein mit einem sehr lebhaften Einfallsreichtum begabter Geschäftsmann, ein brillanter Journalist, ein unerschöpflicher Publizist. Er kann politische Satiren, historische Romane und mehr als fünfzig Kriminalromane für sich verbuchen. Für Letztere schafft er eine Figur: Inspektor Vasseur. Wenngleich weniger berühmt als Georges Simenons Maigret, ist er nichtsdestoweniger zu einem der Vorbilder der Gattung geworden. Ich habe etwa fünfzehn dieser Bücher gelesen und dabei Bekanntschaft mit nicht alltäglichen literarischen Fähigkeiten gemacht: einer echten Kunst der Beschreibung und Erzählung, noch mehr jedoch eine ungewöhnliche Ausgewogenheit zwischen Humor und gesundem Menschenverstand.

All das verweist auf eine hektische Karriere, eine häufig bewegende Existenz. All das vermittelt Georges Saint-Bonnet eine lückenlose Lebenserfahrung. Doch hat der Geist noch nicht geweht oder, sollte er es dennoch getan haben, dann im Geheimen. Ansonsten hat er später in meinem Beisein auf keine einzige vor 1947 vollbrachte spirituelle Leistung hingewiesen.

Unmittelbar nach dem Krieg zieht er sich aus dem öffentlichen Leben zurück. Es geschieht etappenweise, reibungslos. „Fähigkeiten, Kräfte“ haben sich bei ihm gezeigt. Vor allem die Fähigkeit zu heilen, aber auch diejenige, in den Gedanken anderer Menschen zu lesen, diejenige, schweigend zu anderen zu sprechen und von ihnen gehört zu werden, schließlich diejenige, in bewusste Kommunikation mit den subtilen Ebenen des Universums zu treten. Im Übrigen ist es für immer unmöglich – dies muss hier gesagt werden –, die Fähigkeiten aufzuzählen, die Saint-Bonnet verliehen worden sind, da er sie zwar ausübte, aber nicht von ihnen sprach. Wie es scheint, hat er um 1948 seine geistige Reife erlangt… »
 

Triskel-Verlag. Taschenbuch. 206 Seiten. 

ISBN: 978-3-905893-50-2

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