Die Überwindung der Sprachlosigkeit: Gespräche mit einem Alzheimer-Kranken

Dieser Dialog, dieses Gespräch eines Mannes mit seiner Frau ist so ungewöhnlich wie überraschend, denn meines Wissens konnte bisher kein Alzheimer-Kranker - dazu noch im fortgeschrittenen Stadium der Demenz - sich derart erklären und verständlich machen.

Artikelnummer
9783941664135
Hersteller
Novalis Verlag
EAN
9783941664135

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Aus dem Vorwort von H.F. Roehrig:

Dieser Dialog, dieses Gespräch eines Mannes mit seiner Frau ist so ungewöhnlich wie überraschend, denn meines Wissens konnte bisher kein Alzheimer-Kranker - dazu noch im fortgeschrittenen Stadium der Demenz - sich derart erklären und verständlich machen. Hier spricht ein Mensch, der nach unserem Verständnis sprachlos ist, dessen Gehirn laut medizinischem Befund nicht mehr funktioniert.... Was ist passiert? Der Geist dieses Menschen ist eingesperrt in seinen Körper, der ihm nicht mehr gehorcht...Menschen mit seinem Schicksal wünscht man in der Regel eine baldige Erlösung von ihren Leiden. Wie aber konnte es nach bereits mehreren Jahren der Sprachlosigkeit plötzlich zu diesem unerwarteten und für viele unglaublichen Dialog kommen? Seine Frau, eine sensible Künstlerin, hatte ihre mediale Fähigkeit entdeckt und durch "automatisches" Schreiben Botschaften empfangen, die ihr "diktiert" wurden, nicht von ihrem Unterbewusstsein, sondern von ihrem Mann. (...)

Aus der Einführung der Autorin:

Es ist ein alltäglicher Vorgang, wenn Ehepaare sich abends noch miteinander unterhalten - etwas Außergewöhnliches jedoch, wenn einer der Ehepartner eigentlich gar nicht mehr sprechen kann, stumm geworden ist, weil er an Morbus Alzheimer leidet.....
Wann mein lieber Rolf vollkommen verstummte, weiß ich so genau nicht mehr, ich habe es verdrängt, denn seine Wortlosigkeit warf mich in ein Meer von Trauer und Finsternis. Es schien keine Brücke mehr zwischen uns zu geben. Er lag in seinem Bett oder saß in seinem Rollstuhl, die Augen meist geschlossen, unbeweglich, stumm. Die Augen öffnete er fast nur, wenn ein epileptischer Anfall ihn heimsuchte. Seine Glieder bewegten sich zuckend, wenn er an Morbus Parkinson litt. Diese beiden Krankheiten sind eine schicksalhafte Dreingabe am Ende des Lebensweges eines Alzheimer-Patienten. Wie ich dazu kam, mit meinem Mann auf mediale Weise durch automatisches Schreiben zu kommunizieren, ist eine lange Geschichte.......

Vorwort von Gaby Hühn-Keller / Vorwort von Helmut F. Roehrig

Erscheinungsdatum: 08.04.2015

Auflage: 2., Ungekürzte Ausgabe
Seiten: 205, 18 Abb.
Format: 21,0 x 13,5 cm
Einbandart: Paperback
ISBN: 978-3-941664-13-5
Valerie Gutmann, geboren 1933 in Estland, Pädagogin und Malerin, pflegte ihren an Morbus-Alzheimer erkrankten Ehemann fast ein Jahrzehnt. Verzweifelt war sie, als die geistige Verbindung abriss, weil ihr Mann sich nicht mehr äußern, nicht mehr sprechen konnte. Wie es ihr gelang, trotzdem einen Dialog mit ihm zu führen, Tag für Tag die Mauern seiner Einsamkeit einzureißen, erzählt dieses Buch, das zugleich Anregungen zum Umgang und zur Pflege von Alzheimer-Kranken gibt. Die Autorin widmet dieses Buch allen Menschen, die Alzheimer-Kranke liebevoll pflegen. Der von der Alzheimer-Krankheit gezeichnete Rolf (Gemälde von Valerie Gutmann).
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