Selbsterkenntnis in der Geschichte - Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert (Bd. 2)

Vom Bücherkonflikt zur Konsolidierung des Gründungsmythos 1953–1982

von Lorenzo Ravagli, Hg.: Ernst-Michael-Kranich-Stiftung

Der Zeitraum, den dieser zweite Band der Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung umfasst, wurde von Albert Steffen und Rudolf Grosse geprägt. Steffen war bis zu seinem Tod 1963 Vorsitzender der Gesellschaft. Mit ihm starb das letzte Mitglied des Gründungsvorstands, das von Rudolf Steiner berufen worden war. Solange er lebte, war der zweite große Konflikt, der zu einer Sezession innerhalb der Gesellschaft geführt hatte, der Streit mit Marie Steiner und dem von ihr gegründeten Nachlassverein um das geistige Erbe des Gründers von Gesellschaft und Bewegung nicht zu lösen.


EAN 9783982135489

Hersteller: Glomer.com

* inkl. ges. MwSt. zzgl. Versandkosten


Der Zeitraum, den dieser zweite Band der Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung umfasst, wurde von Albert Steffen und Rudolf Grosse geprägt. Steffen war bis zu seinem Tod 1963 Vorsitzender der Gesellschaft.

Mit ihm starb das letzte Mitglied des Gründungsvorstands, das von Rudolf Steiner berufen worden war. Solange er lebte, war der zweite große Konflikt, der zu einer Sezession innerhalb der Gesellschaft geführt hatte, der Streit mit Marie Steiner und dem von ihr gegründeten Nachlassverein um das geistige Erbe des Gründers von Gesellschaft und Bewegung nicht zu lösen.

In der von 1966 bis 1984 dauernden Ära unter dem Vorsitz Rudolf Grosses versuchte die Gesellschaft, diesen Konflikt beizulegen. Der eingeschlagene Lösungsweg führte jedoch zu einer weiteren Sezession. Trotz ihrer internen Konflikte entfaltete die Anthroposophische Gesellschaft im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts eine zunehmende Breitenwirkung. Die Kehrseite dieser Wirkung war die Frage, ob und wie die ihr anvertraute spirituelle Substanz bewahrt werden konnte. Sie löste eine Suche nach der eigenen Identität aus. Diese führte ab der Mitte der 1970er Jahre zur Konsolidierung des Gründungsmythos. Im Zentrum dieses Mythos standen die Erzählungen über die Stiftung der Gesellschaft durch die Weihnachtstagung 1923/24, das Fortwirken Rudolf Steiners in ihr und die Heilung des Karmas ihrer Mitglieder.

Aus dem Inhalt:
1953–1963: Ausbruch aus dem Elfenbeinturm
1964–1968: Von der »Bücherfrage« zum »Bücherbeschluss«
1969–1972: Fundamentalisten und Realisten
1973–1979: Anthroposophie im Aufschwung
1979–1982: Die Konsolidierung des Gründungsmythos

 

Rezensionen

Hier finden Sie die Rezensionen von Band 1

1. Auflage
Erscheinungsdatum: 02.06.2021
Seiten: 588 (zahlreiche Bilder)
Format: 160x240 mm
Umschlag: Hardcover mit zwei Lesebändchen
Umschlaggestaltung und Satz: Karl Lierl
Herausgeber: Ernst-Michael-Kranich-Stiftung
Verlag: Glomer.com
Ort: Sauldorf-Roth

ISBN: 978-3-9821354-8-9

Das könnte Sie auch interessieren